von Ost nach West

Auch einmal gegen den Strom schwimmen ist das Motto dieser Wegvariante. Man wandert hierbei nämlich entgegen der Hauptrichtung des Karwendel Höhenweges von Ost nach West und startet dazu in Scharnitz und endet in Reith bei Seefeld.

Höhenweg » von Ost nach West

Der Weg ist das Ziel

Im Uhrzeigersinn durch´s Karwendel

Die in der Etappenübersicht vorgeschlagene Wegrichtung des Höhenweges verläuft von Reith bei Seefeld nach Scharnitz und damit von West nach Ost. Der komplette Streckenverlauf ist jedoch auch in umgekehrter Richtung begehbar. Der Startpunkt der Ost-West-Variante ist Scharnitz und der Endpunkt Reith bei Seefeld. Im Folgenden werden die Wegverläufe der Etappen mit Höhenmetern, Gehzeit und Schwierigkeit aufgeführt.

Etappe 1: Scharnitz – Hallerangerhaus

Vom Bahnhof in Scharnitz folgt man zunächst der Innsbrucker Straße Richtung Süden und zweigt vor der Brücke über die Isar in die Inrain Straße ab. Auf dieser wandert man entlang bis zur Isarbrücke und folgt dem Auweg, bis man auf die Hinterautalstraße trifft. Hier hält man sich erneut links und startet entlang der Isar ins Hinterautal hinein. Nach etwa drei Kilometern kommt man am Gasthof Wiesenhof vorbei und wandert auf der leicht ansteigenden Schotterstraße weiter Richtung Gleirschhöhe (1069 m). Bei der Weggabelung direkt an der Gleirschhöhe nimmt man den linken Abzweig. Ab der Kastenalm hält man sich an die Beschilderung zum Hallerangerhaus. Nachdem man die Almflächen der Kohleralm hinter sich gelassen hat, biegt man beim Wegverzweig rechts ab und erreicht etwa 100 Höhenmeter später das Hallerangerhaus (1786 m).

  • 4,5 h; roter Bergweg
  • Aufstieg: 886 hm
  • Abstieg: 82 hm
  • ca. 19 km

Etappe 2: Hallerangerhaus – Bettelwurfhütte

Vom Hallerangerhaus wandert man durch den ausgesprengten Durchschlag zwischen den Gipfeln des Lafatscher Roßkopfs und der Speckkarspitze hindurch zum Lafatscher Joch (2081 m). Ab hier folgt man dem Weg Richtung Osten am Südhang der Speckkarspitze und des Signalkopfs entlang durch das Große und das Kleine Speckkar zur Bettelwurfhütte (2079 m). Mit weitreichenden Blicken in das Halltal und bis ins Inntal nach Absam und Hall wandert man auf der orographisch linken Seite des Tals zur Hütte am Fuße des Großen und des Kleinen Bettelwurfs. Sie thront wie ein Adlerhorst an der Südflanke des Kleinen Bettelwurfs.

  • 3 h; roter Bergweg
  • Aufstieg: 300 hm
  • Abstieg: 600 hm
  • 5,8 km

Etappe 3: Bettelwurfhütte – Pfeishütte

Nach der Nacht auf der Bettelwurfhütte geht es zunächst erneut an der Südseite der Speckkarspitze durch das Große und das Kleine Speckkar zurück Richtung Lafatscher Joch. Nach Südwesten zweigt hier der Wilde Bande Steig ab, der zum Stempeljoch führt. Bevor man das Stempeljoch (2215 m) erreicht, steigt man zunächst etwa 150 hm mühsam über einen aus losem Schotter bestehenden Steig durch die Stempeljochreise hinauf. ACHTUNG: Sowohl auf dem Übergang vom Wilde-Bande-Steig als auch in der Stempeljochreise liegen vor allem im Frühjahr Altschneefelder! In der Ausrüstung sollten daher Teleskopstöcke und Grödel nicht fehlen! Nach dem engen Durchschlupf des Stempeljochs blickt man bereits hinunter in die Pfeis und erreicht auf dem Steig 221 Richtung Westen nach etwa 200 Höhenmetern Abstieg die gemütliche Pfeishütte.

  • 4 h; schwarzer Bergweg
  • Aufstieg: 300 hm
  • Abstieg: 500 hm
  • 8,9 km

Etappe 4: Pfeishütte – Solsteinhaus

Von der Pfeishütte startet man Richtung Westen und wandert zu Beginn Richtung Mandlscharte (2314 m). Sobald man diese überwunden hat, folgt man weiter dem Goetheweg (219). Südlich – unterhalb der Gleirschspitze – geht es mit atemberaubenden Ausblicken auf das Inntal weiter entlang des Goetheweges zur Bergstation am Hafelekar (2269 m). Hier beginnt der Abstieg von etwa 400 hm zur Seegrube (1906 m). Über den Schmidhubersteig folgt man dem Wegverlauf nach Westen zum Frau Hitt Sattel. Bevor man den Sattel erreicht, geht es noch einmal sehr steil hinauf. Hat man den Sattel passiert, steigt man auf der Nordseite auf einem versicherten Steig etwa 300 hm durch das Frau Hitt Kar hinab – anfangs sehr steil, nach circa 200 hm flacher werdend. Man umrundet die Hippenspitze im Norden und hält sich nach Westen. Auf dem Gipfelstürmerweg wandert man zum Jagdhaus in der Wilden Iss. An der Abzweigung mündet von rechts der Weg 213 vom Großkristental auf den Gipfelstürmerweg. Ab hier folgt man nun der Wegmarkierung 213 Richtung (Süd-)Westen und überwindet die letzten 300 Höhenmeter zum Solsteinhaus (1806 m).

Variante: Wer sich die 363 hm von der Bergstation Hafelekar zur Seegrube sparen möchte, kann hierfür die Hafelekarbahn nutzen.

  • 8 h, schwarzer Bergweg
  • Aufstieg: 1187 hm
  • Abstieg: 1303 hm
  • 16,5 km

Etappe 5: Solsteinhaus – Nördlinger Hütte

Annähernd höhenlinienparallel wandert man zu Beginn auf dem Steig 211/212 vom Solsteinhaus bis zum Höllkar. Etwa 250 hm geht es von hier nun aufsteigend zur Eppzirler Scharte (Weg 212). Richtung Norden steigt man ins Kuhloch hinab und durchquert ein großes Geröllfeld. An der nächsten Weggabelung hält man sich in nordwestlicher Richtung und folgt dem Steig 74 zum Breiten Sattel (1794 m). Hat man diesen erreicht, wandert man nach Südwesten weiter zum Ursprungsattel und folgt an der Gabelung dem markierten Weg Richtung Nordwesten unterhalb der Ostabbrüche der Reither Spitze zur Nördlinger Hütte.

  • 4 h, schwarzer und roter Bergweg
  • Aufstieg: 800 hm
  • Abstieg: 350 hm
  • 6,7 km

Etappe 6: Nördlinger Hütte – Reith bei Seefeld

Man startet diese Etappe auf 2239 m bei der Nördlinger Hütte und steigt zunächst Richtung Südwesten ab. Nach kurzer Zeit erreicht man den Latschenrücken des sogenannten „Schoasgrates“, über den es in Serpentinen zum Schartlehnerhaus (1856 m) geht. Auch hier hält man sich auf dem Weg nach Südwesten Richtung Reith bei Seefeld. Nach zahlreichen steilen Serpentinen und etwa 500 Höhenmetern folgt man an der Weggabelung dem Steig 211 nach links (bzw. Richtung Süden) bis man den nächsten Wegverzweig erreicht. Hier trifft man auf den Panoramaweg, den man nach Nordwesten folgt. In einer Kehre wandert man in südliche Richtung weiter auf dem Panoramaweg bis man die Römerstraße erreicht. Diese überquert man und folgt dem Bahnhofsweg zum Bahnhof Reith bei Seefeld.

Variante: Es ist auch möglich, von der Nördlinger Hütter über den Kuntersteig (10) oder steil und ausgesetzt über die Reither Spitze (79) und den Härmelekopf zur Bergstation der Härmelekopfbahn zu wandern. Mit der Härmelekopfbahn fährt man anschließend zur Rosshütte (1751 m) und von dort aus weiter mit der Standseilbahn zur Talstation der Bergbahnen Rosshütte in Seefeld.

  • 2,5 h, roter Bergweg
  • Aufstieg: 30 hm
  • Abstieg: 1150 hm
  • 6,5 km